Das Rudel · Gesundheit · Hütehund

CEA -Collie Eye Anomalie

Aik15

Lange hab ich mich nun gedrückt an dieses Thema ran zu gehen, euch mitzuteilen was der Aik hat, weil das Thema nicht nur Komplex ist wie ich gelernt habe, NEIN – auch ich hatte eine Zeit damit zu Kämpfen Euch mit einzubeziehen und nun sitze ich hier und schreibe es einfach, weil wir alle irgendwie zusammen halten, mehr erfahren wollen und wissen teilen. Ja jetzt sitze ich also hier an diesem Beitrag, weiß gar nicht genau wie oder womit ich anfangen soll, normalerweise habe ich ja immer eine kleine Definition geschrieben und im Anschluss das Testergebnis von Aik. Da das Thema leider etwas mehr ist und ich leider nicht mehr alle Quellen weiß, dazu sollte ich auch sagen – ich habe mich viel in Büchern und im Internet aufgehalten, allerdings habe ich auch meinen Tierarzt gefragt, Leute im Verein und die haben sich wiederum schlau gemacht. Okay genug davor gedrückt das Thema weiter vor mir her zu schieben!

In der Ahnentafel wird stets mit aufgeführt ob die Tiere CEA-frei sind oder nicht. CEA ist die Abkürzung für Collie Eye Anomalie – wie der Name schon sagt betrifft das die Rasse wo ein Collie mal mit ein gekreuzt wurde (Aussie, Border Collie, Sheltie,…). Hat dieses Tier also bei der Untersuchung CEA-frei, so darf man mit dem Tier in die Zucht. Das war alles was ich wusste und was man erfahren hatte, wenn man sich informiert und genau mit diesen Informationen habe ich einen Welpen gesucht. Beide Elterntiere sind CEA-frei.

Der KLINISCHE-Test

Jetzt werde ich euch überschlagen mit dem was ich gelernt habe und ihr werdet vielleicht drei mal nachlesen müssen bis ihr es begreift, allerdings ging es mir genauso am Anfang. Der Klinischetest wird bei Welpen zwischen der 6. und 9. Lebenswoche gemacht. In diesem Alter kann man die Augen des Welpens besser betrachten (dazu bekommt das Tier spezielle Augentropfen), je älter das Tier wird, desto mehr Pigmente entstehen im Aug inneren und desto schwerer wird es zu erkennen ob das Tier frei oder erkrankt ist. Aik hatte diesen Test nicht gemacht bekommen. Nun aber ein kleinen Hinweis, bei diesem Test sieht man nicht ob das Tier Träger ist. Sollte hierbei ein Tier als Frei angesprochen werden, so darf das Tier auch zur Zucht. Gibt es einen Hinweis ob das Tier Krank ist, muss er zur weiteren Untersuchung und zwar zum…

GEN-Test

Der Gentest ist Ausschlaggebend, denn er sagt was das Tier nun wirklich ist und was es vererben wird. Ein CEA-freies Tier nach dem Gentest ist +/+ und somit frei von der Krankheit, ein Träger ist mit +/- gekennzeichnet, dieser hat die Krankheit, vererbt es aber nur weiter ohne eigene folgen zu haben und dann gibt’s noch die Hunde die Krank sind und somit mit -/- gekennzeichnet werden. Ich hatte bis dahin nie was vom Gentest erfahren, bis Aik zur HD-Untersuchung antreten musste und gleichzeitig MDR1 plus den CEA Test machen sollte. Hierfür wurde das Blut abgenommen und nach USA geschickt.

Wie geht’s weiter?

An diesem Punkt möchte ich keinen verwirren, ich weiß nicht ob es besser ist erst einmal über die Krankheit zu sprechen oder unsere Geschichte zu erzählen.  Wie bereits erwähnt wusste ich nicht, dass es einen Unterschied gab und war selbst überrascht das ich aus USA einen Brief erhalten habe. Ich war so nervös diesen Brief zu öffnen, allerdings  war ich nicht vorbereitet das der Brief mir eine ganz andere Antwort geben könnte, als ich dachte – schließlich waren beide Tiere doch CEA-frei … oder?? Doch das Ergebnis sagte mir das Aik zu 25% Erkrankt sei. Für mich geriet die Welt ins schwanken, ich hatte erst zwei Tage zuvor erfahren das seine Stehohren nicht zum Ausschluss der Zucht führten, ich hatte mich Siegessicher gesehen mich mit Aik den Richtern zu zeigen, wie ein Sheltie schön sein kann trotz der Stehohren und habe uns für eine Ausstellung angemeldet – mal eben so 35€ weg. (Ja weg, man musste die Gebühr zahlen ob man antritt oder nicht, ganz gleich aus welchen Gründen. Nachdem Test und der weiteren Untersuchung habe ich mich für Aiks Wohl entschieden und das wäre nicht auf einer Ausstellung)

Ab diesem Zeitpunkt suchte ich nach Lösungen im Internet, Büchern und bei Freunden, keiner kannte eine genau Antwort und doch hat mich Julia von Instagram (@mysmoothcollies)  auf die beiden unterschiedlichen Tests aufmerksam gemacht. Immer wieder bin ich einen Schritt näher gekommen. Nach drei weiteren Tagen rief ich beim Tierarzt an und fragte nach wie das sein könnte, diese vereinbarten mit mir wieder ein Termin, denn man wollte nun wissen wie erkrankt er sei. Bis dahin informierte ich mich fleißig weiter. Ein Hund der klinisch CEA-frei ist darf in die Zucht, nach der Zuchtordnung des Vereins muss nur dieser Test vorliegen (Sobald aber zwei Träger verpaart werden liegt die Wahrscheinlichkeit zu 50% das der Welpe Träger oder Krank wird), sollte ein Gen-Test gemacht werden, so soll auch dieser Test in die Ahnentafel verewigt werden.

Befund der klinischen Augenuntersuchung. Zuchthunde müssen lt. Paragraf 9 unserer Zucht-Ordnung frei von PRA und Katarakt sein, ggfs. CEA-Gentest in Kopie zufügen. http://www.sscd-ev.de/faq9/zuchtzulassung

Das kleine Wörtchen sagt schon alles, es ist eben nicht zwingend Notwendig. Mit dem Wissen, dass nicht einmal die Züchter der ganzen Ahnentafel (natürlich gibt es auch schwarze Schafe)  daran Schuld seien, da diese vielleicht sogar wie ich mit dem Wissen das der Klinische Test reiche so züchten und der Verein nichts dazu sagt, musste ich jetzt schnellstmöglich herausfinden was die Krankheit nun bewirkt.

CEA – Was nun?

Die CEA Erkrankung ist also eine angeborene Entwichtlungsstörung (Entwicklungsdefekt) im Bereich der hinteren Bulbuswand in beiden Augen (Aderhaut, Netzhaut, Sklera und Sehnervenkopf sind betroffen). Hauptmerkmal: Fehlentwicklung oder mangelhafte/fehlende Pigmentierung und Gefässmissbildung der Aderhaut. Der Defekt verändert sich nicht im Laufe des Lebens, allerdings kommt es je nach Ausmaß an, denn sollte das Sehvermögen klinisch nicht beeinträchtigt sein, kann ein Hund mit begleitender Netzhausablösung oder intraokularen Blutungen (kann auch später auftreten) blind werden. Man kann die Krankheit in drei Gruppen aufteilen:

  1. Choroidale Hypoplasie (auch als „go normal“ bezeichnet) diese Hunde sind vom Sehvermögen klinisch frei, diese Hunde sind zwar nicht wirklich „normal“ Gesund, aber haben keinen erkennbaren Sehverlust
  2. Kolobom des Sehnervenkopf: hier könnte es passieren das Ausbuchtungen die Netzhaut einnehmen, wodurch der Hund schlechter sehen könnte ggf. Blind wird.
  3. Kolobom des Sehnervenkopfes und fokale Netzhautabhebung: das wäre die schlimmste Veränderungen, hier kann sich die Netzhaut ablösen und es kann passieren das Blutungen im Auge auftreten was zur Erblindung führt.

Das Ergebnis

Nachdem wir nun beim Tierarzt waren und ich einiges in Erfahrung gebracht hatte, war ich dennoch so aufgeregt das ich hätte weinen können. Die Ärztin war super lieb und man konnte ihr ansehen, dass dieser Job wie für sie geschaffen war. Nachdem Aik Tropfen ins Auge bekommen hatte und wir nochmals warten mussten, damit man Bilder vom Aug inneren machen konnte, sagte man uns das Aik als so genannter „go normal“ gelte. Er habe lediglich Nr. 1 sprich Choroidale Hypoplasie. Er leidet zwar an dem Defekt, hat aber kein erkennbaren Sehverlust. Seine Äderchen sind nicht gerade und dementsprechend etwas gewellt (Missgebildet) aber nicht immer und überall. In seinem linken Auge war etwas mehr zu erkennen und er hat einige weiße Rundliche Merkmale die auch darauf Hinweisen das er an diesem Defekt leidet. Aber glücklicherweise sieht er normal – dabei hatten wir auch Glück das sich im Auge noch nicht alles zu Pigmentiert hatte – die Chance liegt sehr gut das nichts mehr passieren wird. Leider kann ich mit dem Fuchs nicht mehr Züchten, aber dafür hoffen wir alle im Rudel auf eine lange gesunde Zeit ❤

Quelle vom Tierarzt erhalten: Ausdruck von Dr.med.vet. Marianne Richter

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