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Mein Hund bellt – was tun? (Buch – Produkttest)

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Mein Hund bellt – was tun?* Diese eine bedeutende Frage hat sich bestimmt jeder einmal gestellt, auch wir hatten dieses Problem beim ersten Hund und hatten eine Zeit mit dem zweiten Hund solche Phasen. Immer wieder im Alltag ergeben sich neue Ereignisse und der Hund wird auf die Probe gestellt, natürlich bellt Aik auch mal gerne – wenn er eine Katze sieht, wenn Kinder auf ihn zu stürmen weil er süß ist und man ihn streicheln will! Genau zu der Zeit, wo die Katze am wichtigsten geworden ist – schließlich kann so eine Katze ganz schön gefährlich werden – habe ich eine E-Mail erhalten, ob ich das Buch „Mein Hund bellt – was tun?“ durchlesen möchte und dieses auch bewerten mag. Weil ihr alle wisst wie sehr ich Bücher liebe und wie gerne ich lese, konnte ich natürlich nicht nein sagen und war gespannt, denn das Thema ist so groß… ich war gespannt was mich im Buch erwartet und nun ist es soweit, nachdem ich das Buch gelesen  und auch einiges ausprobiert habe darf ich euch nun meine Meinung präsentieren.

Was mir super gefällt ist wie die Themen im Buch aufgeteilt sind. Man bekommt erst einmal einen kleinen Überblick warum Hunde bellen und ganz wichtig wann (zum Beispiel andere Hunde, Menschen…). Dem Leser wird klar gemacht, dass sich der Hund mit dem bellen auch selbst in Stresssituationen bringt, was wir ja am liebsten vermeiden möchten. Ans Herz wird ebenfalls gelegt, dass er bei einem (seinem) übermäßigen bellenden Hund mit Ruhe und Konsequent begegnet – natürlich hat man Situationen wo man selbst nur Weißglut sieht, weil der doch so liebe Hund plötzlich nicht mehr so süß und still ist (allerdings muss man da erst Recht RUHE bewahren).  Man bekommt nach dem WARUM kleine Eindrücke WANN ein Hund so bellt (im Garten, auf Menschen oder Hunde etc.). Oft tauchen die Wörter Freude, Unsicherheit (ängstlich) oder einfach durch warnen auf, auch die Körpersprache (je nach Situation) wird am Anfang teilweise erklärt.

Ich finde diese zwei Punkte super interessant, allerdings musste ich etwas schmunzeln als ich beim Punkt „Der Hund bellt, wenn es klingelt“ und beim Punkt „Der Hund bellt andere Menschen an“ angekommen bin. Ich möchte einmal auf den ersten Punkt eingehen, den ich genannt habe. Im Buch steht „klingelt es an der Tür, dann schalten viele Hunde voll auf Wahnsinn und vollführen einen wahrhafte Teufelstanz“,  allerdings fehlt mir hier der Hinweis das es meistens an uns Zweibeiner liegt. Wenn es an der Tür klingelt springen meistens wir Menschen hektisch auf und rennen zur Tür, vielleicht erwarten wir ein Päckchen oder ein wichtiger Besuch steht an. Wir Hundebesitzer bringen einem Hund bei, ebenfalls so hektisch zu reagieren und zeigen ihm mit unserem Verhalten, wie er es als Hund nun einmal macht und zwar mit BELLEN – wir bringen ihm praktisch bei uns den Besuch zu melden! (Wir könnten ja die Klingeln überhört haben 😉 ) Natürlich gibt’s Wachhunde oder sonstige Hunde die durchaus sehr Wachsam sind und ihr Rudel beschützen wollen, einige Hunde sind sehr Ängstlich und wollen durch das bellen andere Lebewesen verscheuchen (die beste Attacke ist doch nicht zu zeigen wie verunsichert man ist oder?). Bei dem zweiten Punkt war als Beispiel der Postbote, hier geht man auf die Hektik der Person ein (schnelle und hektische Bewegungen), allerdings wird auch auf die auffällige Farbe eingegangen, für diejenigen die jetzt denken Hunde können nur schwarz/weiß sehen, falsch gedacht. Hunde erkennen mehr Farben als gedacht, leider sehen sie Rot-töne nicht und diese werden dann entsprechen mit einem Grau-Ton gesehen, alle anderen Farben (Bsp. Blau) können Hunde recht gut wahrnehmen. Zu dem Punkt wegen der Hektik, dass sehe ich genauso wie die Autorin, da die lieben Postboten immer in Eile sind und nur hin und her laufen, versteht der Hund gar nicht so recht warum… warum sollte man dann nicht bellen und daraus ein Spiel spielen – indem man noch gewinnt?! 😀

Nach dem wir uns durch alle Punkte durchgelesen haben, kommen wir nun zu der Hilfe die wir brauchen, wie stellen wir das denn nun an? Was mir super gefällt, man geht hier auf  Beschäftigung und Abwechslung ein.  Ob man nun eine neue Morgenrunde drehen sollte oder auf Entdeckungstour gehen soll, damit der Vierbeiner mit der Nase beschäftigt ist und er nicht Ausschau nach anderen „Objekten“ hält. Oder man soll dem Hund neue Herausforderungen bieten und ihn sowohl körperlich als auch geistig auslasten. Auf das Loben und Belohnen wird auch immer wieder hingewiesen, denn wenn der Hund was als negatives aufnimmt, wird er seine Taten nicht ändern.

Was mir an diesem Buch nicht gefällt wäre häufig die Bezeichnung, dass der Hundehalter überfordert wird und somit nicht weiß wie er sich helfen könnte – für mich kommt es so rüber dass der Hund der Haupttäter sei und ganz allein schuldig ist. Natürlich ist nicht jeder Hund gleich und somit helfen nicht alle Sachen, aber meistens sind es die Zweibeiner die dem Hund das Verhalten beibringen (wenn dieser nicht andere Erfahrungen erlebt hatte). Unter anderem sollte man sich Hilfe bei einem Professionellen Hundeprofi suchen, wenn einige Hilfsmitteln nicht helfen. Außerdem wurde beim „Was tun, wenn der Hund beim Tierklingeln bellt“ als Tipp gegeben das man seinen Hund je nach Größe mit Knie oder Fuß wegschieben sollte. Hier kann ich wieder eine kleine Geschichte erzählen, denn der Toni war an sich immer super liebt, meldete sich wirklich sobald es geklingelt hatte, auch nur weil wir ständig wie Frösche aufgesprungen sind (bei Aik warten wir immer etwas ab und gehen mit RUHE und GEDULD zur Tür – und das hilft), als er allerdings mal so im Gebell war das er nichts mehr wahrnehmen wollte, haben wir ihn mit dem Fuß langsam zur Seite geschoben, was dazu führte das er den Fuß als negativ sah und kneifen wollte.

Ich habe das Buch natürlich nicht nur gelesen, sondern wollte einiges auch selbst ausprobieren, denn Aik bellt leider auch mal wenn Nachbarn im Hausflur sind (und das wirklich nur bei einigen Nachbarn!). Da Aik ja sehr unsicher ist und dann lieber leise knurrt, was zum etwas lauten bellen wird habe ich mich wie im Buch mal nicht weggedreht oder ständig AUS gesagt, ich bin zu ihm hin und habe ihn gestreichelt was ihn beruhigt hat! Ich bin natürlich super happy gewesen als das geholfen hat. Mittlerweile weiß ich das ein Sheltie gerne bellt und auch diskutiert deshalb lobe ich ihn persönlich gerne wenn er leise bellt, damit er sich merkt dass er auch in leiser Lautstärke warnen kann. UND NUN: Ehrlich gesagt musste ich erst einmal Kopfschütteln als ich Beschäftigen gelesen habe, denn mein Hund bekommt viel Beschäftigung (ob geistig oder körperlich). Er wird keinesfalls  überfordert, dennoch finde ich bekommt er die Beschäftigung die er braucht. Seid ich aber in der Pause immer wieder nach Hause komme und mit ihm entweder Kopfarbeit mache, eine schöne Feldrunde mit einigen Trainingseinheiten mache oder einfach nur Ball spiele, reagiert er tatsächlich weniger auf Motorräder! (Er bellt nicht jedes Motorrad hat, nur einige je nach Klang) Einige Katzen die sich im Gebüsch aufhalten oder zwischen Autos verstecken werden danach auch nicht mehr wahrgenommen, dass finde ich immer so praktisch 😀

Ich finde ein Buch ist immer schwer zu präsentieren, da jeder eine eigene Meinung hat… wer viel liest oder ein Film / Doku gesehen hat oder von einem gewissen Hundeprofi die Meinung teilt, der findet hier mal die selben Ansichten und mal weniger. Aber so ist es nun einmal mit Meinungen und Büchern. Ich finde das Buch dennoch lobenswert und finde es wäre was für Einsteiger, die sich etwas hineinlesen wollen – aber auch für die die eine Fellnase haben die super gerne BELLEN!

Mehr Infos unter: https://hund-bellt.de

*Das Buch wurde mir kosten- und bedingungslos zur Verfügung gestellt.

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