Agility · Hütehund · StoryTime

Joggen mit Hund

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Joggen, dass war lange nicht mein Lieblingsthema. Letztes Jahr verlor ich wie einigen bereits bekannt ist, meinen ersten Hund und während der Trauer brauchte auch ich eine gewisse Zeit um wieder ganz bei Sinnen zu kommen. Nach einer Woche bekam ich einen Putzwahn und sang Lautstark meine Lieblingslieder. Doch das reichte mir nicht, immer wenn ich von der Arbeit kam und niemand zuhause war, plagten mich das schlechte Gewissen, ich musste weinen… kurzer Hand beschloss ich einfach meine Sportklamotten anzuziehen, die ich eigentlich eher für das Inline-Skating benutze oder für das Fitnessstudio, was ich früher besuchte. Durch das laufen fühlte ich mich frei und konnte meine Trauer  freien Lauf lassen, dabei entspannte ich mich zunehmender.  Seid wir Aik besitzen, war die Frage nach „wann können wir Joggen“ sehr groß, ich hatte bisher noch nie das Bedürfnis Joggen zu gehen – da ich Hechele und schnell aus der Puste bin… doch nachdem Tod von Toni war alles anders – Anfang Februar war es dann auch soweit. 2017 sollte unser Jahr werden und dass brachte mich zum Shoppen in der Pause… ich kaufte extra eine Hose und ein Pulli fürs Laufen an kalten Tagen.

Nachdem ganzen Frost und dem Schnee, strahlte an paar Tage die Sonne, der Boden war perfekt aufgetaut und schon zog ich meine neuen Klamotten an und schaute Aik an… Auf geht’s und schon waren wir draußen. Im schnellen Tempo gingen wir Richtung Feld. Auf dem Weg dahin joggte ich immer wieder an und Aik lief schön weiter sein Tempo und neben mir. Am Feld angekommen durfte Aik erst einmal ohne Leine alles machen was ein Hund nun mal so machen muss. Währenddessen streckte ich mich und machte Ausfallschritte – 20 Mal, im Anschluss Seitwärts – ebenfalls 20 Mal. Aik musterte mich oft an und in diesem Augenblick wünscht man sich nichts   sehnlichster als zu Fragen was er denn denken würde!

Wie viele schon beim Agi-Seminar Beitrag gelesen haben, muss auch der Hund aufgewärmt werden. Da musste auch Aik sich STRECKEN, auch bekannt als Gruß oder ähnliches… dann ging das Joggen weiter, ich laufe nicht gerade schnell -lieber im gemütlichen Tempo und ordentlich die Beine bewegen, damit das Knie nicht falsch belastet wird (habe ein ab und zu ein Problem Knie 😉) – unser Tempo ist so, dass Aik lediglich Traben muss (was er sowieso bei jeden Spaziergang macht). Die Begeisterung in seinen Augen war nicht zu übersehen, natürlich wurden wir auch ab und an schneller – denn jeder Anfang ist schwer und muss langsam begonnen werden!

Kurz vor  Ende des Feldweges beginnt wieder Asphalt, darum habe ich Aik vorher wieder abgemacht um Ausfallschritte vorwärts machen zu können – als Team musste Aik immer zwischen meinen Beinen (so war das Training schwerer für mich, denn ich musste langsam runter damit der Fuchs noch durchpasste) – anschließend hieß es wieder Strecken für uns beide und ich machte wieder Ausfallschritte, diesmal aber seitwärts – je 20 Mal. Damit wir nicht zu schnell abkühlten, sind wir im sehr schnellen Schritt Tempo nach Hause gegangen.

Plötzlich wurde einfach eine Sportart, die man überhaupt nicht ausstehen konnte, zu etwas wunderbaren. Ich finde es einfach so super, dass ich mit Aik Joggen gehen kann und bin auch super positiv überrascht wie das erste Training stattgefunden hat. Nun heißt  es (wenn das Wetter mitspielt) dran bleiben, denn wenn wir Agility machen muss auch ich schnell genug sein um als Team durch die Parcours zu kommen!

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