Agility · Seminare

Agility Seminar Teil 1

aik13

Das Agility Seminar oder auch liebevoll Agi Seminar genannt, fand am 29.11.2016 am Dienstag gegen 18 Uhr statt. Alle Vereinsmitglieder und auch die an dem Training des Vereins teilnehmen wurden herzlichst dafür eingeladen. Da ich mit Aik nicht zur Winterzeit mit dem Training anfangen wollte, jedoch Kontakt mit der Trainerin besteht, wurde auch ich eingeladen und habe mich riesig darüber gefreut. Neben einen Handout haben wir über einige Szenen im Alltag geredet und Tipps bekommen wie wir einiges anders Hand anhaben sollen.

Balancetraining

Zu beginn haben wir für die Vierbeiner eine Hausaufgabe bekommen, die immer wieder anzuwenden ist. Ob man nun zuhause, im Garten, Feld, Park oder im Wald ist, jede so kleinste Möglichkeit für einen Ausgleich der Balance soll genutzt werden. Unter anderem soll der Hund auf einem Baumstamm hoch und laufen, auch wenn er mal fallen sollte ist das nicht schlimm – denn nur so lernt er seine Pfötchen richtig abzusetzen. Auch der Trick „Elefant“ ist sehr hilfreich, nicht nur dass er die Hinterbeine verwendet, was wir bereits beim Wippen-Seminar angesprochen bekommen hatten, diese Übung kann auch beim „Fuß“ Kommando helfen, denn wenn der Hund um das Hindernis laufen muss, steht der Zweibeiner neben im (bitte beide Seiten üben, sonst wird er auf einer Seite eher steif), so berühren sich beide ständig, wodurch das „Fuß“ laufen vereinfacht wird. Eine Nummer schwieriger kann man den „Elefanten“-Trick auch machen und zwar, indem man den Hund anders herum drauf stehen lässt. Die Hinterbeine sind auf dem Hindernis und die Vorderbeine auf dem Boden. Da das wirklich etwas schwieriger ist für den Hund, sollte man das nur üben, wenn der Vierbeiner soweit ist. Auch das Rückwärts laufen sollte geübt sein. Einige Hunde können das nicht, denn Rückwärts ist immer eine Gefahr, – schließlich kann sich da auch ein Loch befinden. Einige kennen das vielleicht schon, die Kisten-Übung. Diese kannte ich bisher noch nicht, diese Übung soll ebenfalls helfen, die perfekte Balance zu halten. (Kurzinfo: in einer Kiste sollen sich alle vier Pfoten befinden, zu beginn mit einer großen Kiste üben, bis diese immer kleiner wird)  Das sind einige Übungen die man super mit dem Clickertraining verbinden kann!

Übungen

Beim ersten Mal sollten alle Übungen in der gewohnten Umgebung stattfinden. Die Ablenkungen sind immer wieder anders, wenn sich der Hund auskennt. Dadurch lässt er sich weniger vom gewünschten Ziel ablenken. Ganz wichtig beim Agility ist wohl auch der Blickkontakt. Erst wenn diese Kontakt aufgebaut ist, soll eine Reaktion folgen. Ganz wichtig ist, dass man den Hund nicht mit zu vielen Wiederholungen überanstrengt. Denn das neu gelernte muss erst verarbeitet werden – man soll ohne Wort üben. Bis der Hund die Handzeichen richtig deutet und anschließend kann man das Wort hinzufügen. Als Test kann man  dann nur das Wort benutzen um zu sehen, ob der Hund das Kommando wirklich gelernt hat.

Anfangs sollte nicht länger als 10 Minuten trainiert werden, denn sonst überreizt man den Hund, was wir beim Training ja nicht wollen. Ebenso ganz !WICHTIG! sollte mal ein Punkt kommen, wo der Hund und vielleicht auch der Zweibeiner nicht mehr genau weiß was man für ein Kommando will… sollte man eine leichte Übung ausführen – warum? So haben beide zum Schluss des Trainings noch etwas positives!  Ein anderes Thema ist nachdem Training, nicht zu viel Wasser -> das könnt ihr hier weiterlesen.

Spielen + Triebaufbau – Bindungsaufbau

Liebe geht doch auf dem Magen, beim Hund kann man das doch laut sagen. Jedes auch nur kleine Leckerbissen bedeutet tiefe Freundschaft. Genau das braucht man beim Training und zwar auch beim Agility, denn beim Anfang soll der Hund für jede Kleinigkeit gelobt werden. Ob nun mit einem Leckerchen, oder mit einem Spielzeug. Die Bindung wird auch aufgebaut, indem man mit dem Hund GEMEINSAM spielt und neue Umgebungen erkundet – also für alle die gerne Ausflüge machen, Daumen hoch!

Einige kennen das, plötzlich traut sich der Hund nicht mehr nach vorne, sondern weicht aus. In diesem Fall sollte man den Hund nicht festhalten, sondern in motivieren weiter zu machen. Nun kommen wir zu einem Thema, wo wir alle diskutiert haben, dem Vertrauensbruch!

Man sollte den Hund niemals bedrängen, denn dadurch zerstört man das Vertrauen das man mit viel Liebe aufgebaut hat! Uns wurde auch zu Herzen gelegt, dass wir unseren Vierbeinern helfen sollen, wenn beim Hundespiel etwas zu grob angegangen wird. Denn wenn der Hund plötzlich nicht mehr mit dem Spielkameraden klar kommt, weil dieser doch etwas größer ist und dadurch mehr Gewicht auf den Rippen trägt, kann sich ein kleiner Hund nicht mehr ohne Hilfe selbst aus der Situation bringen. Da sollte man beide Hunde trennen, gegebenfalls an die Leine mit den beiden, aber niemals den kleinen Hund auf den Arm. Denn einige Hunde reagieren auf das Quietschen – worauf ich später nochmal eingehen werde – und dadurch wird der Hund auf dem Arm als Spielzeug gesehen und der andere Hund will natürlich dieses begehrte Spielzeug haben! So eine Situation haben Aik und ich auch erlebt -> hier die Story.

Während wir darüber redeten, wie viele solche Situationen erlebt haben und viele Hundebesitzer da nicht eingreifen wollen, hatte ich eine entscheidende Frage. Mit meinem ersten Hund einen Westie, hatte ich leider schon öfter erleben dürfen, wie Hundebesitzer sein können. Meine Frage war „Wie soll man einen Hund helfen, wenn nicht nur grob gespielt wird, sondern es zu einem Kampf wird, wo ein Hund den einen beißt und der andere nur los quiekt?“

Diese Situation hatte ich leider mit meinem Rüden und einem Boxer Rüden erleben dürfe/müssen. Ich war mit dem Hund meiner Schwester und meinem Hund Gassi. Mein kleiner war unten und schnüffelte, während mir ein Paar mit Boxer entgegen kamen. Die Hündin und der unkastrierte Rüde waren sehr nett zu einander, aber hatten nach kurzem schnüffeln keine Interesse mehr. Nach einer Weile kam mein kleiner auch zu uns und schnupperte an den Rüde. Gerade als ich merkte wie er aus Angst steif wurde, genauso wie der andere Rüde, wurde auch schon los gebissen. Mein Hund war nur ein weißer Runder Pelzstück. Immer wieder flogen Fellfetzen von ihm raus und ich fing an zu weinen und schaute die Besitzer an, die nur schockiert zuschauten. Ich konnte nicht eingreifen, während mein Hund um sein Leben quietschte. Nachdem die Leute endlich eingriffen, lief mein nicht mehr weißer, sondern roter Hund davon, ich musste hinterher und einfangen und so landeten wir in die Brenneseln, mein Hund hatte Riesen Angst, merkte nicht einmal das ich es war, als ich ihn berührte. (Bin immer noch zutiefst traurig und wütend) Die Besitzer gaben mit und meinem Hund die Schuld. Angeblich soll er in die Hoden gebissen haben, allerdings stand ich genau auf dieser Seite und habe gesehen das der Boxer sofort drauf ging… Nachdem die beiden aber gesehen das meiner Blutete sagten sie nichts mehr und halfen. (Im Grunde waren nur paar Schnittwunden am Hals und Ohr, weshalb er  rot war. Er hatte sich zum Glück klein und Rund gemacht, zu einer Kugel und das hat ihm das Leben gerettet, denn der Boxer hatte ihn mit dem Schütteln auch umbringen können)

Was sollte man da nur machen? Im Verein wurde heiß diskutiert und  es kamen noch andere Geschichten auf dem Tisch. Schreien, Schlagen und am Schwanz ziehen, sollte man auf keinen Fall, denn das motiviert den Hund nur noch mehr, bzw. an der Rute ziehen führt nur eine Umdrehung des Hundes und er beißt unwissend den Menschen. Man sollte den Hund an den Hinterbeinen hochziehen, so verliert er die Kontrolle und man kann den anderen Hund helfen. Ob man sich das aber traut ist eine andere Frage, da kommt mir nur in den Sinn Pfefferspray, lieber besprühe ich auch den Hilflosen Hund, als das sein Leben auf dem Spiel steht. Das ist aber Ansichtssache. So verliert man aber auch das Vertrauen nicht zu seinem Hund! (Habt ihr auch so extreme Situationen erlebt? Berichtet mal)

Clickern

Mein Lieblings Hundetraining Hilfsmittel. Ja so oft habe ich auf Instagram berichtet, das Aik und ich mit dem Clicker trainieren. Da man beim Training auch mal etwas Krank sein kann, wo die Stimme wegfällt, oder man ist etwas anders gelaunt oder, oder, oder… die Stimme kann sich verändern, dagegen der Clicker nicht. Wenn der Hund weiß das der Clicker Ton was positives ist, kann man den immer anwenden, ohne Wort. Ich benutze immer beides je nachdem, denn Aik braucht an einigen Tagen auch mein Stimmliches Lob, erst dann freut er sich.

Beim Training ist den Trainern aufgefallen, dass viele Hundebesitzer falsch clickern, dass passiert unter anderem dadurch, dass sie die falsche Bewegung machen oder ein falsches Kommando sagen und der Hund das zwar richtig ausführt, aber die Zweibeiner sehen das als FALSCH an – weil die Übung ja anders auszusehen hätte. Der Hund wird für das Richtige nicht gelobt, sondern ignoriert und alles nur, weil der Zweibeiner den Fehler machte. Deshalb wollen die Trainer beim nächsten Training clickern, so bekommt der Hund immer das Lob auch wenn sein Besitzer den Fehler begangen hat. Im Anschluss sollte der Hund nach jedem click ein Leckerbissen bekommen. So kann man weitere Übungen üben.

Das sind die ersten hilfreichen Tipp des Seminars, eine Fortsetzung folgt hier noch, dann geht es zu 100% um Agility.   doch zu aller erst soll die Beziehung zu Mensch und Hund als Team gefestigt werden.

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