Agility · Seminare

Wippenseminar

 

aik3Wippenseminar? Was genau kann man sich darunter vorstellen? Diese Frage stellte ich mir ebenfalls. Eigentlich habe ich nur eine Freundin gefragt was ich noch so machen könnte mit meinem kleinen Fuchs, denn so jung wie er ist, kann man noch nicht überall mitmachen.

Ihre Finger tippten schnell eine Nachricht zu ihrer Freundin, die Hundetrainerin ist. Diese hat ebenfalls einen Junghund, die zwei Wochen älter ist als Aik. Agility könnten wir zwar mitmachen, sei aber verschwendetes Geld. Balance üben kann man draußen, einen Tunnel haben wir im Garten und auf der Hundeschule und springen darf man ja noch nicht. Jedoch folgte auch ein Hinweis, dass in dem Verein ein Wippenseminar stattfinden wird. Natürlich musste ich uns Anmelden.

Das Wippenseminar

Am 09.10.2016  fand also das Seminar statt. Camping Stühle, Decken oder Hundeboxen sollten wir mitnehmen, sowie Leckereien und Spielzeug – alles was den Hund motiviert. Zudem sollte der Hund etwas Hunger mitbringen. Plötzlich stellte ich mir die Frage, Aik sei zwar 22 Wochen alt, aber das Seminar dauerte fünf Stunden, war das nicht zu viel für ihn? Die Antwort darauf Nein!

Als Aik und ich am Verein ankamen, waren insgesamt 12 Vierbeiner anwesend, die alle teilnahmen. Hütehunde, aber auch andere Hunderassen waren dabei. Aik war der jüngste unter allen und hat sich ausgesprochen Vorbildlich verhalten. Als Hundemama kann man nur sehr stolz sein! Wir saßen also auf der großen Wiese, die Hunde entweder in der Box wartend oder neben einem auf der Decke. Da die Trainerin – die das Seminar hielt, eher praktische Übungen bevorzugte als die Theorie, erklärte Sie uns zu beginn wie der Tag ablaufen wird. Sie erklärt uns was wir machen sollen, gab uns Tipps und dann ist jeder mit seinem Hund dran – währenddessen erklärte Sie jedem einzelnen was man verbessern könnte, welche Übungen man mit seinem Hund in gewohnter Umgebung machen kann. Mittagspause hatten wir um halb eins… von zehn bis fünfzehn Uhr sollte das Seminar stattfinden.

Der erste Schritt

20161009_101033

Als erstes wurde die sogenannte Wippe auf vier liegende Reifen gestellt, dementsprechend lag da eher ein Steg. Jeder Hundebesitzer samt Hund sollte zu erst mit dem Hund gemeinsam über die Wippe steigen. Der Hund sollte keine Angst haben das Material zu berühren. Anschließend stellt sich der Zweibeiner auf der anderen Seite der Wippe hin gegenüber seinem Hund, nun sollte der Hund mit seinen Vorderpfoten auf die liegende Wippe, im Anschluss bewegt man seine Hand mit Leckereien nach links und nach rechts, damit der Hund sich auch mit dem hinteren Beinen aktiv bewegt. Die Trainerin erklärte uns, dass Hunde häufiger dabei ein Problem hätten. Die Vierbeiner wollen an die Leckereien,  aber vergessen hierbei die Hinterpfoten mit zu bewegen – ein Königspudel versuchte kurz die Hinterpfoten zu bewegen stellte sich dann zum  Schluss komplett drauf/ andere hatten mehr Probleme.

Anschließend sollte man ein Leckerbissen am Ende der Wippe packen, da der Hund sehen soll worauf er geht. Nun sollte der Hund auf der Wippe laufen, das selbe mit dem Leckerbissen auf der anderen Seite. Auch hier sah man deutlich das die großen Hunde mehr Probleme hatten sich zu wenden, da die kleinen noch relativ viel Spielraum besaßen um sich zu wenden.

Aik hatte ich etwas unterschätzt. Ich dachte zu Beginn wird er machen was er will, doch er beobachtete alles ganz genau und wartete ganz geduldig, bis wir an der Reihe waren und erledigte die erste Hürde ohne mich. *lach/grins*. Die Hürde danach erfolgte mit Kommando ELEFANT da wusste er das nur die Vorderpfoten auf der Wippe liegen sollten… er wartete bis ich gegenüber War und folgte meiner Hand – so wie die Trainerin dies wollte. Die Hinterpfoten bewegten sich auf dem Boden mit.

Die Schritte im Anschluss

Nachdem jedes Team dran War,  wurde die Wippe richtig aufgestellt. Wir sollten uns in sechser Gruppen wiederfinden und so kam, dass die erste Gruppe aus den großen Hunden bestand und die zweite mit den kleineren. Nun hieß es Geduld und davon nicht wenig, Aik verstand das super und beobachtete das Spektakel zu Beginn mit viel Freude in den Augen.

Die Wippe wurde hinten und vorne gepolstert, so wurde jeder Hund langsam an die Bewegung geführt. Nachdem die erste Runde der ersten Gruppe vorbei war, wurde hinten ein Polster entfernt, damit die Wippe nun immer ein Stück tiefer fällt, sobald der Hund die Seite betritt. Zum Schluss wurden die Polster vorne immer weniger, so ging das alles.

Aik fand gefallen daran und ich auch. Der kleine Streber – wie man ihn da nannte – machte einfach alles von selbst.  Ich sagte DURCH und er sprang drauf, in der Mitte fand er das irgendwann nicht immer berauschend und so sagte ich LANGSAM, bevor er nachdenken konnte und versuchen würde zu springen. Das klappte alles sehr gut und ich war abermals erstaunt was für ein starkes Team wir sind, obwohl wir uns so lange noch nicht kennen.

So wechselten sich die Gruppen immer wieder bis immer weniger Polster an der Wippe war. Ich hab bereits erwähnt das Aik zu Beginn sehr begeistert zugeschaut hatte, warum aber nur zu Beginn?  Aik als jüngster in der Gruppe schlief nach jeder Runde… War er wach interessierte ihm nur noch „wann sind wir dran?“ So sah das auch immer besser aus bei uns und ich wusste „Agility ist was für uns!“

Zum Schluss kam dann die Turnier Wippe. Was soll ich sagen – größer und höher – ob Aik sich das traut? Die erste Gruppe  also am üben und beim landen knallte die Wippe. Diesmal beobachtete ich Aik der sich aber mehr für die Wippe interessierte. Als wir dran waren schlief er noch,  da ich meinen Fuchs aber nicht wecken wollte, dachte ich mir ich warte bis er sich erholt hat – nix da! Die Fuchs Ohren hören auch im Schlaf das wir dran sind. So streckte er sich und wir waren als zweites dran. Als Team bestreiteten wir das neue Hindernis ebenfalls und wir wurden so auch immer besser!

Fazit

Statt 4 1/2 Stunden dauerte das Seminar weniger als 4 Stunden. Wir haben alle super mitgemacht, die Stimmung War super und Spaß hat das Seminar sowohl den Mensch als auch dem Hund. Wir hatten eine längere Pause und so konnten sich die Hunde auch super ausruhen. Die Begeisterung die ich in den Augen von Aik gesehen habe, steckten mich förmlich an. Sport mögen wir wohl beide und so bekommen wir beide die Bewegung die wir brauchen! Das Seminar wurde extra so gestaltet das jeder Hund langsam den Kontakt mit der Wippe lernt. Hatte einer mehr Angst wurde Rücksicht genommen – aber nun zu der Hauptfrage „warum das ganze?“ In vielen Vereinen übt man zwar langsam an der Wippe, aber man bekam tipps wie und was man bereits im Alltag üben kann und das dann auch auf dem Hundeplatz wiedergeben kann. Balance üben oder aktiv die Hinterhand benutzen, auch wie sich der Zweibeiner verhalten und worauf man achten soll. Einer hatte die Hand oben und der Vierbeiner konzentrierte sich so darauf das er die Wippe mit den Polster nicht sah und erstmal gegen lief, ein anderer Zweibeiner war verunsichert und so ging das alles auf das Mensch-Hunde-Team über, wodurch der Hund auch unsicher war und die biege machen wollte (ich als Hund würde mich auch nicht trauen, wenn der Zweibeiner unsicher ist). Ich habe ebenfalls tipps bekommen, schließlich war das unser erstes mal und Aik war schneller als ich am Ziel, jedoch wollte ich nicht auch rennen sonst wäre er womöglich noch schneller geworden – doch durch Kommandos und Handzeichen regelte sich das ein. Nun weiß ich woran wir noch arbeiten können und ich weiß ich werde ihn nicht überfordern!

Bald wollen wir als Hobby mit dieser Sportart beginnen, Rally Obi haben wir ja bereits für uns entdeckt und so lebt das Gleichgewicht bei uns 😉

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s