Allgemein · Erziehung

Stubenrein

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Wie lang ist das alles her mit unserem weißen Engels-Hund Toni… aber wie war das denn nochmal? Weniger als 4 Wochen, war der kleine weiße Hund bei uns Stubenrein und die Frage wie sich der neue Welpe in unseren Leben so anstellen würde, ging dem ganzen Rudel nicht ganz aus dem Kopf. Wir besorgten einige Sachen und dann kam endlich der Tag, Aik zog bei uns ein. Ein Welpe, nicht Stubenrein und vor allem ganz schön flink!

Nachdem also der kleine Fuchs bei uns war, wurde uns ziemlich schnell klar – alle Teppiche mussten schnell entsorgt werden! (Meine Eltern hatten sowieso vor, neue zu kaufen) So verschwand der Teppich im Wohnzimmer, im Flur jedoch sollte der kleine Teppich bleiben. Wenn man einen Hund bereits hatte, geht man davon aus, dass alles so glatt laufen wird wie damals. Falsch gedacht. Bei uns hat es einige Zeit gekostet, aber wir sind dran geblieben.

Hilfsmittel

Als Hilfsmittel benutzten wir Unterlagen, da durfte Aik ruhig drauf machen. (Zu finden in jeden Tierbedarf Laden, oder man benutzt die für die Kinder Wickelunterlagen…) Innerhalb eines Tages lernte er, seine Geschäfte darauf zu verrichten.  Zusätzlich hatten wir an meiner Zimmertür ein Kindergitter angebracht. Jeden Abend wenn es hieß ins Traumland zu gehen, wurde das Gitter geschlossen und eine Unterlage lag davor, zur Sicherheit. Die ersten Nächte stand Aik auf der Matte und machte sein Geschäft. Da ich einen sehr leichten Schlaf habe, konnte ich immer alles rasch reinigen. Einige benutzen Hundeboxen, diese besitzen wir nicht und darum fand ich die Idee mit dem Gitter sehr interessant. Nach wenigen Tagen machte er in meinem Zimmer nichts mehr. So wurde das Gitter ein Spalt offen gehalten und wenn was war, lag die Unterlage nun im Flur.

Die Hilfsmittel fanden wir sehr Hilfreich, warum? Weil Aik binnen weniger Tagen lernte  nicht mehr in meinem Zimmer zu machen, ich glaube nach fünf Nächten, schlief der kleine Fuchs durch. Der erste Gang am frühen morgen war der Flur und die Unterlage, egal wie schnell man versuchte hinterher zu kommen, er war immer ein Schritt voraus. Eine Woche später sah dann alles anders aus. Ich hatte endlich zwei Wochen Urlaub und so hieß es jeden morgen raus mit dem Hund bevor er auf die Idee kommt wo anders zu machen. Unterlagen lagen nun im Wohnzimmer, immer einen Schritt weiter Richtung Garten! Wir warteten und warteten, doch nichts – Aik war sehr unsicher und machte sich nichts draus, wartete und als wir rein gingen – rannte er zu der Unterlage und machte für kleine Füchse. Im Urlaub wurde oft raus gegangen, im Garten wurde er von Tag zu Tag sicherer, so schafften wir, dass Aik hauptsächlich draußen machte. Kindergitter wurde weiter verwendet. Doch Aik blieb Nachts im Sheltie-Traumland und so blieb alles Wort wörtlich trocken. Als der Urlaub vorbei war, passierte leider hin und wieder mal, dass Aik die Unterlage lieber hatte. Meine Mutter hatte sein Verhalten noch nicht genau erkannt. Jedoch beobachtete meine Mutter Aik so genau, dass er mit 13/14 Woche nur noch im Garten machte (natürlich passieren bei Welpen Dinge, wie zum Beispiel Haufen machen im Wohnzimmer).

Fast geschafft!

Nachdem wir Aik allerdings schon knapp über einen Monat hatten, verzweifelten wir langsam, aber die Züchterin gab uns einen Hinweis, kleinere Rassen bräuchten länger. Dies war auch nicht zu übersehen!  Schließlich lernt Aik bis jetzt in so einer Schnelligkeit, die ich mir und wahrscheinlich alle anderen damaligen und jetzigen Schüler gewünscht hätten. Am jenen Tag geschah das Wunder – Aik setzte sich plötzlich hin im Feld und machte endlich sein kleines Geschäft. Lob und Leckereien folgten – ab dem Tag an mussten wir immer ins Feld (zum Glück sehr nah bei uns liegend). Auf dem Weg zum Feld, laufen wir an einer Straße entlang mit Wiese, Büsche schützen an einer Ecke, da fühlte sich Aik auch immer sehr sicher und lernte auch da machen zu könne. Sein großes Häufchen machen verstand sich allerdings als schwieriger. Auf dem Feld ohne Leine lief er plötzlich etwas weiter weg, als er das sonst tut – mittlerweile wissen wir, dass er dann sein Örtchen sucht. Auf der Wiese jedoch fiel ihm das noch paar Tage schwer, bis ihm einfiel – die Wiesen Ecke mit den Büschen ist ja sicher!

Mit 18 Wochen war er komplett Stubenrein. Er bellt ab und zu etwas tiefer und fast schon genervt, rennt mal hin und her oder bringt mal einen Schuh, dann wissen wir er muss. Im Garten will er auch nichts mehr machen (den Blumen wahrscheinlich auch zur liebe besser), aber das wird sich sicherlich ändern, sobald der Fuchs sein Bein hebt (Schlimm finden wir das dann auch nicht, ist ja alles von Mutternatur). Ich glaube zwei weitere Wochen dauerte alles, bis er sich zumindest in unserer Umgebung sicher fühlte, denn jetzt hat er keinerlei Probleme, egal wo wir sind. Natürlich vergisst er mal das er MUSS wenn wir seine Freunde begegnen, aber auch das wird er lernen – noch ist er jung (stand 15.10.2016 23 Wochen).

Für uns war das alles eine spannende Zeit, die uns mal verzweifeln ließ, wir sind selbst mal über unsern Ziel hinausgeschossen, haben gelernt weiter Konsequent zu sein und dran zu bleiben. Kein Hund ist wie der andere, auch nicht in Sachen Stubenrein. Wir werden diese Phase jedoch auch nicht vermissen, so viel Stress mit den Vermutungen ob er denn nun muss und den nicht richtig Ausruhen können, war für Zweibeiner und Vierbeiner anstrengend. Allerdings haben wir viel neues gelernt und sind nun stolzer den je auf unseren Aik!

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